Der Film ‚Die Lincoln Verschwörung’ spielt im Jahr 1865 am Ende des amerikanischen Sezessionskrieges, als Präsident Lincoln von dem fanatischen Südstaatler Booth ermordet wird. Der junge Anwalt Frederik Aiken, ein Held des Bürgerkrieges, wird zum Verteidiger einer Südstaatlerin, Mutter eines flüchtigen Mittäters bestimmt. Schnell erkennt Aiken, dass der Prozess juristisch äußerst fragwürdig ist. Um den politischen Frieden nicht zu gefährden, soll schnell ein Exempel statuiert werden. Der junge Anwalt gerät in vielschichtige Gewissenskonflikte. Mit dieser vergessenen Episode aus der amerikanischen Geschichte hat Robert Redford ein überzeugendes und spannendes Justizdrama geschaffen, das Korruption, Verantwortungslosigkeit und die fehlende Einhaltung der Menschenrechte deutlich vor Augen führt. Für uns die Gelegenheit, im fernen Spiegel heutige Konflikte im Zusammenhang mit Terror und Terrorbekämpfung zu erkennen.
Start am 02. Februar 2012




Mitte der zwanziger Jahre ist der Stummfilmschauspieler George Valentine ein gefeierter Weltstar in Hollywood. Dank seines Charmes liegen ihm nicht nur die Frauen zu Füßen. Als er die junge Statistin Penny Miller kennen lernt, verliebt er sich in sie und beginnt ihr schauspielerisches Talent zu fördern. Doch mit der Erfindung des Tonfilms verblasst sein eigener Ruhm, während Penny Miller zum gefeierten Star in Hollywood wird. „The Artist“ ist eine gelungene Hommage an die Stummfilmära: Die Schwarz-Weißbilder, ohne Sprache mit musikalischer Untermalung entwickeln eine außergewöhnliche Kraft und Poesie. Der Film ist berührend, einfallsreich und witzig, gespickt mit augenzwinkernden Zitaten aus der Filmgeschichte. Der Hauptdarsteller Jean Dujardin wurde letztes Jahr in Cannes als bester Schauspieler ausgezeichnet und erhielt gleich drei Preise bei der Golden Globe Verleihung.
Cheyenne ist 50, leicht depressiv und nicht besonders flexibel. Einst ein gefeierter Rockstar führt er inzwischen ein geruhsames Leben in Dublin. Als sein Vater, mit dem er seit 30 Jahren keinen Kontakt hatte, im Sterben liegt, reist er nach New York. Dort entdeckt er, dass sein Vater ein Leben lang unter den Demütigungen eines Naziverbrechers gelitten hatte. Cheyenne begibt sich auf eine aberwitzige Suche durch die USA. Dabei prallen zwei ganz unterschiedliche Lebenswelten aufeinander: die Tragödie des Holocausts mit der Wut und der qualvollen Erinnerung der Zurückgebliebenen und die frivole, oberflächliche Welt der Popmusik. Der Film ist ein Roadmovie mit surrealen Episoden, die eine wunderbare, komische Geschichte erzählen, an deren Ende Cheyenne (Sean Penn) zu sich gefunden hat. Dem Regisseur Paolo Sorrentino ist mit seinen grotesken Ideen, viel Witz und Ironie ein ganz ungewöhnlicher Film gelungen.
Ein junger spanischer Regisseur plant einen Film über Christopher Kolumbus, der seine Entdeckungsreisen als gold- und machtgierige Ausbeutung der Ureinwohner entlarven soll. Als Drehort wird das landschaftlich schöne und kostengünstige Bolivien gewählt. Der Ansturm der bettelarmen Indios zum Casting ist enorm. Der selbstbewusste Anführer einer Bürgerbewegung, die sich gegen die Privatisierung des Wassers wehren, wird für die Hauptrolle ausgesucht. Der Konflikt um das Wasser spitzt sich immer mehr zu und die wohlmeinende Filmcrew gerät zunehmend in einen Zwiespalt. Während sie kritisch die aktuelle Situation angeprangert, profitiert und fördert sie jedoch genau die ausbeuterischen Verhältnisse. “Und dann der Regen“ ist ein vielschichtiges, packendes Drama über die Überheblichkeit der Mächtigen und über die Mechanismen der Kolonialisierung – damals, zu Zeiten Kolumbus, wie heute. Auf der Berlinale wurde der Film letztes Jahr mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.