zeitlupe Kempten e.V.

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FILM DES MONATS

Paradies Liebe

Die Triologie von Ulrich Seidel

Ursprünglich wollte der österreichische Regisseur Ulrich Seidel einen Film über drei Frauen einer Familie machen, die im selben Sommer alle auf der Suche nach Liebe ihrer Einsamkeit zu entfliehen versuchen. Daraus wurden drei Filme, die in Cannes, Venedig und auf der Berlinale gezeigt wurden. Seidels Filmen merkt man seine Anfänge als Dokumentarfilmer an. Sie zeichnen sich durch einen schonungslosen dabei nicht wertenden Blick auf die Geschehnisse aus. Dieser unbestechliche Blick, der die Sorgen, Verletzlichkeiten und Sehnsüchte seiner Protagonisten ernst nimmt, fordert den Zuschauer in seiner radikalen Schilderung von Alter, Ausbeutung und Einsamkeit.

Paradies:Liebe

Der erste Film  Paradies: Liebe zeigt Teresa (Margarete Tiesel), eine allein erziehende Mutter mit fülliger Figur, die ihren Urlaub als Sextouristin in Kenia verbringt. In ihrer Naivität hofft sie dort wahre Liebe zu finden und muss nach etlichen Versuchen erkennen, dass sie nur wegen ihres Geldes interessant ist.

Start: 30.05.2013


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The Broken Circle

Als sich Elise und Didier bei einem Konzert sehen, ist es Liebe auf den ersten Blick, obwohl beide nicht verschiedener sein könnten. Sie ist Realistin und hört gerne zu, er redet viel und ist vehementer Atheist. Kurz darauf gibt Elise ihren eigenen Tattoo-Laden auf, um bei Didier in seiner Bluegrass-Band mit zu singen und bald sind sie zu dritt. Doch als ihre Tochter mit sechs Jahren schwer Krebs erkrankt, gerät ihr Leben aus den Fugen. In Rückblenden werden der Zauber ihrer ersten Begegnung, die gemeinsame Leidenschaft für die Musik, ihre unkonventionelle Hochzeit, kurz die Momente ihres vollkommen Glücks gezeigt, die in der schweren Zeit umso wichtiger für eine  gemeinsame Zukunft zählen. Felix van Groeningen wurde für den Mut zu großen Gefühlen und einer unglaublichen Intensität der Geschichte auf der Berlinale mit dem Panorama Publikumspreis belohnt. „The broken Circle (breakdown)“ ist eine wunderschöne Liebesgeschichte und gleichzeitig die traurigste und tragischste Geschichte aller Zeiten.

Start 06.06.2013


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Paradies:Glaube

Die Triologie von Ulrich Seidel

Ursprünglich wollte der österreichische Regisseur Ulrich Seidel einen Film über drei Frauen einer Familie machen, die im selben Sommer alle auf der Suche nach Liebe ihrer Einsamkeit zu entfliehen versuchen. Daraus wurden drei Filme, die in Cannes, Venedig und auf der Berlinale gezeigt wurden. Seidels Filmen merkt man seine Anfänge als Dokumentarfilmer an. Sie zeichnen sich durch einen schonungslosen dabei nicht wertenden Blick auf die Geschehnisse aus. Dieser unbestechliche Blick, der die Sorgen, Verletzlichkeiten und Sehnsüchte seiner Protagonisten ernst nimmt, fordert den Zuschauer in seiner radikalen Schilderung von Alter, Ausbeutung und Einsamkeit.


 Paradies: Glaube

Der Film erzählt die Geschichte der tiefgläubigen Schwester von Teresa, Anna (Maria Hofstätter), die in ihrem Urlaub mit einer Muttergottes-Statue missionieren geht. Als eines Tages ihr, im Rollstuhl sitzender muslimischer Ehemann zurückkehrt, beginnt ein Ehe- und Glaubenskrieg zwischen den beiden, der weder vor seelischer noch körperlicher Gewalt halt macht.

Start:15.06.2013

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Paradies Hoffnung

Die Triologie von Ulrich Seidel

Ursprünglich wollte der österreichische Regisseur Ulrich Seidel einen Film über drei Frauen einer Familie machen, die im selben Sommer alle auf der Suche nach Liebe ihrer Einsamkeit zu entfliehen versuchen. Daraus wurden drei Filme, die in Cannes, Venedig und auf der Berlinale gezeigt wurden. Seidels Filmen merkt man seine Anfänge als Dokumentarfilmer an. Sie zeichnen sich durch einen schonungslosen dabei nicht wertenden Blick auf die Geschehnisse aus. Dieser unbestechliche Blick, der die Sorgen, Verletzlichkeiten und Sehnsüchte seiner Protagonisten ernst nimmt, fordert den Zuschauer in seiner radikalen Schilderung von Alter, Ausbeutung und Einsamkeit.

Paradies: Hoffnung

Die 13 jährige Tochter von Teresa, Melanie, verbringt  mit anderen Jugendlichen ihre Ferien in einem streng geführten Diätcamp (während ihre Mutter Urlaub in Kenia macht.) Zwischen pubertären Kissenschlachten, Ernährungsberatung und viel Sport verliebt sie sich in den 40 Jahre älteren Arzt.

Start: 27.06.2013

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„¡No!“

In seinem neuesten Film nimmt Pablo Larrain erneut ein Kapitel der chilenischen Geschichte unter die Lupe. 1988 rief der Militärdiktator Pinochet, auf internationalen Druck hin, zu einem Referendum auf. Mit „¡No!“ sollen Regimekritiker für ein freies demokratisches Chile stimmen können, obgleich alle mit einem satten Wahlbetrug des Regimes rechnen. Für diese No-Kampagne wird der junge, bis dato mit einer Coca Cola Werbung sehr erfolgreiche und politisch unbedarfte René (Gael García Bernal), engagiert. Widerwillig  macht er sich daran für 15 Minuten Nachtsendezeit die Botschaft einer freien Demokratie werbewirksam zu verpacken mit dem ungewöhnlichen Slogan: „Die Freude wird schon kommen.“ Schnell merkt er an den Schikanen der Geheimpolizei, dass auch er politisch Stellung beziehen muss. „¡No!“ ist eine Mischung aus Sozialsatire und Polit-Thriller voller lakonischem Humor, ohne jedoch die Gefahren einer Diktatur zu verharmlosen.

Start: 04.07.2013

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