Ága

AgaStart 05.07.2018
Nanook und Sedna führen ein traditionelles Leben in ihrer Jurte im Norden des asiatischen Teils Russlands. Mittlerweile sind die beiden alt und alleine in der weiten Tundra, wo der Klimawandel greifbar ist. Das Eis schmilzt immer früher und es gibt kaum noch Tiere. Die Menschen, Rentier, Schlittenhunde, der Gesang der Maultrommeln, die mystischen Sagen, ja auch die Götter scheinen das ewige Eis verlassen zu haben. So wie ihre Tochter Aga, über die nicht gesprochen wird, die jedoch im unausgesprochenen großen Schmerz immer anwesend ist. Der ungarische Regisseur Milko Lazarov zeigt das Nomadenpaar, wie sie der unberechenbaren Natur immer mehr ausgeliefert sind und ihr fragiles Leben tapfer zu zweit bestreiten. Nanook ist tagelang alleine zum Eisfischen unterwegs. Seda ist allein der Jurte und versucht ihr Wissen als letzte Schamanin zu nutzen, dass jedoch auch nicht gegen ihre schwarzen Flecken am Bauch hilft… Ein melancholischer, keineswegs larmoyanter und poetischer Film