Synonymes

Donnerstag, 07.11.19 bis Mittwoch, 13.11.19, täglich um 19:30 Uhr
Kann man seine Vergangenheit und seine Heimat hinter sich lassen? Genau das versucht der junge Israeli Yao. Er will die traumatischen Erlebnisse seines Militärdienstes und der Perspektivlosigkeit seines Land entfliehen. Mit Wucht und Vehemenz sucht er, ständig französische Vokabeln deklamierend, eine neue Identität. Er strandet in Paris, wird ausgeraubt und von einem großbürgerlichen Ehepaar aufgenommen, das ihn auf seinem weiteren Weg unterstützt und begleitet. Immer wieder stößt er auf Israelis ganz unterschiedlicher Couleur, wie einem fanatischen Juden, der dem Islam den Kampf ansagt, einem Antisemitismuskämpfer oder aber jemand der Prügelorgien mit französischen Neonazis organisiert. Der Regisseur Nadav Lapid hat im Film eigene Erlebnisse verarbeitet und eine ungewöhnliche, schillernde, wilde und kraftvolle Kameraführung gefunden, die sehr eindrücklich den Versuch neu Fuß zu fassen illustriert. Der Film will irritieren und wagt viel. Dafür wurde er auf der Berlinale mit dem Hauptpreis, dem Goldenen Bären ausgezeichnet.